Nachts abstillen

Wann soll ich nachts abstillen und wann nicht?

Zu dieser Frage findest du im Internet die verschiedensten Antworten. Manche sind richtig, andere nicht so wirklich. Da jedes Baby seinen eigenen Rhythmus hat und anders ist als andere, gibt es auch keine generelle Lösung, die immer richtig ist. Eine viel verbreitete Fehlinformation ist, dass nachts abstillen zu einem besseren Kindsschlaf führt. Das kann man so pauschal einfach nicht sagen, da, wie gesagt, jedes Kind individuell ist. Es gibt zwei Möglichkeiten, warum ein Baby gestillt werden möchte: Hunger und Gewohnheit. Und da ist es egal ob es tagsüber oder nachts ist, wenn das Kind Hunger hat, dann solltest du es Stillen. Du kannst das anhand eines ganz einfachen Beispiels logisch nachvollziehen. Timmy ist 27 Jahre jung und sein Abendbrot war etwas dürftig. Er wacht nachts auf, weil sein Bauch grummelt. Er wälzt sich im Bett hin und her, doch kann nicht einschlafen. Der Hunger ist zu groß als dass er ihn ignorieren könnte. Deinem Baby geht es genauso. Es wacht auf und schreit, weil es Hunger hat. In diesem Fall macht nachts abstillen keinen Sinn. Wenn das Baby dann satt ist, kann es wieder zurück in den Schlaf finden. Jetzt gibt es aber auch Babys, die sich so sehr an das Nuckeln an der Brust gewöhnt haben, dass sie es brauchen. Sei es zum einschlafen oder weil sie sich auf diese Weise sicher fühlen. Hier sprechen wir von einer ausgewachsenen Gewohnheit, die nichts mit realem Hunger zu tun hat. Das Resultat: Du musst gefühlt unendliche Male in der Nacht aufstehen, um deinem Kind die Brust zu geben, weil es wieder aufgewacht ist und schon wieder schreit. Dein ohnehin schon, sagen wir mal komplexer Schlafrhythmus, wird zusätzlich gestört und wirkt sich nicht nur negativ auf Dich, sondern auch dein Kind und den Rest der Familie aus. Als Mutter und Babyschlafexpertin berate ich Dich in deinem ganz individuellen Fall und gebe dir Tipps, wann Du nachts abstillen solltest und wann nicht.

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